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Wertvolle Vorbereitung aufs Studium

Die HSBA Hamburg School of Business Administration ist die Business School der Hamburger Wirtschaft. Zurzeit bildet sie rund 1.000 Studierende gemeinsam mit über 300 Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Bachelor- und Masterstudiengängen aus.

In der täglichen Arbeit mit Erstsemestern fällt auf, dass die Absolventinnen und Absolventen der Schulen viel zu wenig herangeführt werden an Wirtschaftswissen und an die Herausbildung entsprechender Qualifikationen und Kompetenzen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen den Bedarf für die Angebote der Jungen Akademie. Aus dem Stand konnten sie 20 Schüler_innen für dieses Format gewinnen. Schon jetzt zeichnet sich für die weiteren Durchgänge ein hohes und anhaltendes Interesse ab. Deshalb ist es erforderlich, aus der Startphase nun in eine Etablierungsphase überzugehen und die Junge Akademie zu verstetigen. Die Ingeborg Gross Stiftung unterstützt die Fortführung der jungen Akademie, damit sich junge Erwachsene in der digitalen, dynamischen und komplexen Umwelt im Studium besser zurechtfinden.

Stipendien für junge Wissenschaftler:innen

Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt in der Schweiz organisiert im Juni 2023 ein europäisches Meeting für feuerhemmende polymerische Materialien (FRPM23). An dieser nicht kommerziellen Konferenz nehmen viele Wissenschaftler teil. Um junge Wissenschaftler die Teilnahme zu ermöglichen, möchte die Organisation Reisestipendien für 6 junge Wissenschaftler zur Verfügung stellen. Zudem sollen 6 «Poster Award» ausgeschrieben werden. Für Reisestipendien von je CHF 750 werden die jungen Forscher aufgefordert, eine Zusammenfassung für eine mündliche oder Posterpräsentation, einen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben einzureichen. Für die Auszeichnung der besten Poster wird das wissenschaftliche Komitee der FRPM23-Konferenz den Inhalt der Poster und ihre Präsentation beurteilen und die Preisträger auswählen. Die Preise für die beste Posterpräsentation werden im Rahmen des Galadinners der Konferenz verliehen.

MenscHHamburg e.V. Wohnungen und Hilfe für Flüchtlinge

Im Mittelpunkt der Vereinstätigkeit stehen ganz allgemein die Menschen aus Hamburg. Generierte Spenden werden vollständig und ohne Umwege dorthin gelangen, wo sie wirklich benötigt werden. Das aktuell größte Anliegen die MenscHHamburg WG. Der Verein hat für 20 Ukrainerinnen und Ukrainern eine zweite Heimat auf Zeit organisiert. Insgesamt betreut der Verein bei dem Projekt sieben Wohnungen. Die Geflüchteten leben zusammen und werden von den Mitgliedern und Freundinnen des Vereins durch ihren Alltag begleitet. Dabei bleibt es nicht bei den üblichen Hilfestellungen wie z. B. Behördengängen oder Jobsuche. Der Verein macht mit seinen Gästen Spieleabende, lädt sie ins Restaurant zum Essen ein, besucht Ausstellungen und unternehmen Aktivitäten, um ihnen unsere Stadt näher zu bringen. Des Weiteren unterstützt der Verein Projekte in den Bereichen Bildung, Pflegefürsorge, Integration, Kinderhilfsprojekte und der Hamburger Kunst & Kulturszene.

Mehr MINT-Motivation für Mädchen

Es herrscht ein akuter Fachkräftemangel in den Feldern der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Gleichzeitig gibt es immer noch verhältnismäßig wenige Frauen, die einen Ausbildungsweg in den MINT-Fächern antreten. Mehr Mädchen für diese Berufe zu begeistern – dafür hat die gemeinnützige gGmbH SOPHIA.T konkrete Konzepte entwickelt. Mit dem Bildungsprogramm proTechnicale qualifizieren sie junge Frauen für MINT-Berufe. Es richtet sich an Oberstufenschülerinnen und Abiturientinnen und fördert das Selbstvertrauen in ihre Talente und Fähigkeiten in MINT. Sie werden über einen längeren Zeitraum begleitet. Dabei legt die Organisation neben den Wissenserwerb großen Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung der Teilnehmerinnen. proTechnicale verzeichnet erste Erfolge – bisher 90 Prozent der Absolventinnen haben sich anschließend für ein Studium in einem MINT-Fach entschieden. Mit den Geldern der Ingeborg-Gross-Stiftung wird das digitale, schulbegleitende Programm gefördert.

Basissicherheit für geflüchtete ukrainische Studierenden

Die Ingeborg-Gross-Stiftung unterstützt die Swiss Aid to Ukraine Association mit ihrem Projekt „Swiss Aid Scholarship“. Dabei werden Geflüchtete in der Schweiz und in Deutschland unterstützt, die sich gerade im Studium befinden. Aufgrund des massiven Umbruchs in ihrem Leben stehen sie vor großen, oft auch finanziellen Herausforderungen. Um den Abbruch des Studiums oder eine Verschlechterung der Leistungen zu vermeiden, sollen die Studierenden mit CHF 600 (Schweiz) beziehungsweise EUR 450 (Deutschland) monatlich sowie einmalig CHF 1.000 / EUR 800 für Sachmittel unterstützt werden. Ziel ist es, den jungen Erwachsenen zu ermöglichen, sich auf das Studium konzentrieren zu können. Insgesamt werden 30 bis 38 Stipendien vergeben.

Ein Neuanfang in Gemeinschaft für geflüchtete Ukrainer:innen

Die Swiss Aid to Ukraine Association unterstützt Sportvereine in der Schweiz und in Deutschland, die die Teilnahme von Geflüchteten an ihren Angeboten fördern. Ziel ist, es dass Einheimische und Geflüchtete in Kontakt kommen. Der Sport ist dabei ein Mittel für Integration und Solidarität. Sprachbarrieren werden durch den regelmäßigen Austausch überwunden. Freundschaften entstehen durch gemeinsames Training und gemeinsame Erfolgserlebnisse. Das hat zur Folge, dass die Einheimischen dann aus persönlicher Motivation den Geflüchteten helfen, zum Beispiel bei der Wohnungssuche. Dadurch werden soziale Träger entlastet. Auch haben ukrainische Geflüchtete die Möglichkeit, sich zu Trainern weiterzubilden und anschließend Schulungen anzubieten. Das ist auch eine Verdienstquelle für die Geflüchteten. Die Ingeborg-Gross-Stiftung beteiligt sich mit einer anteiligen Finanzierung des Programms.

Ein sicherer Hafen für Kriegswaisen

Die Ingeborg-Gross-Stiftung fördert die Swiss Aid to Ukraine Association (SA2U) in ihrem Vorhaben Kriegswaisen verstärkt Unterstützung zukommen zu lassen. Dafür arbeitet die SA2U mit Partnerorganisationen zusammen, die die Waisenkinder und ihre Familien ausfindig machen und sie während ihres Umzugs nach Deutschland oder in die Schweiz unterstützen. Die Organisationen stellen sicher, dass es den Kindern an nichts fehlt und sie beispielsweise eine Unterkunft, Nahrung, Kleidung und Medikamente erhalten. Parallel werden sie von Fachpersonal psychologisch und pädagogisch begleitet. Sie sollen die Fürsorge und Sicherheit erhalten, die ihnen zu hilft, ihren tragischen Verlust zu überwinden.

Menschenwürde für ukrainische Geflüchtete

Die Ingeborg-Gross-Stiftung unterstützt den gemeinnützigen Verein ADRA Deutschland. Der Verein setzt sich seit 1986 für Menschen in Not ein. Im Zuge des Kriegs in der Ukraine hat sich ADRA mit Partnerorganisationen in Polen, Rumänien und in der Ukraine zusammengeschlossen. Gemeinsam organisieren sie Hilfstransporte, Notunterkünfte, Lebensmittel, Sachspenden und finanziellen Hilfen für die Betroffenen. Gefährdete Frauen, Kinder und ältere Menschen erhalten psychosoziale Unterstützung und Beratung. Einsatzorte des Vereins sind in der Ukraine, zum Beispiel in Mariupol, aber auch an der Grenze zu sowie in den EU-Ländern Polen, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Moldau selbst. Durch seine Arbeit möchte der Verein den betroffenen Menschen all die Dinge bereitstellen, die sie brauchen, um in Würde überleben zu können.

Kinder-Hospiz Sternenbrücke -den Tagen mehr Leben geben

Die Ingeborg Gross Stiftung unterstützt Aus- und Fortbildungsmaßnahmen im Kinder-Hospiz Sternenbrücke.

Getreu seinem Leitspruch „Wir können den Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben“ begleitet das Kinder-Hospiz Sternenbrücke Familien mit einem unheilbar erkrankten Kind (bis 27 Jahre) im Rahmen von stationärer, wiederkehrender Entlastungspflege sowie in der letzten Lebensphase des Kindes. 

Liebevolle Zuwendung und Fürsorge sind hierfür wesentlich, das Fundament aber stellt die besondere Ausbildung des medizinisch-pflegerischen Personals dar: Die Pflegefachkräfte der Sternenbrücke sind ausgebildete Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflegekräfte oder Heil- und Erziehungspflegende. Diese Basisqualifikationen ergänzt die Sternenbrücke bei jedem Pflegemitarbeitenden durch besondere Fort- und Weiterbildungen in der palliativen Versorgung lebensverkürzend erkrankter junger Menschen und deren Angehöriger. Im Zentrum der Weiterbildungen stehen eine individuelle bedarfs- und bedürfnisorientierte Schmerztherapie zur Linderung chronischer Schmerzen, das Ermöglichen eines größtmöglichen Maßes an Lebensqualität und Selbstbestimmung sowie eine umfassende psychosoziale Begleitung aller Familienzugehörigen.

Ziel dieser spezialisierten Fort- und Weiterbildungen ist es, alle Pflegefachkräfte der Sternenbrücke zu befähigen, die erkrankten jungen Menschen und deren Angehörige professionell und sorgsam begleiten zu können – ihr Gefühl von Alleinsein und Isolation zu lindern und sie somit auch seelisch und körperlich zu entlasten. 

Homepage-Link:
https://sternenbruecke.de

Ingeborg-Gross-Preis 2021/22

Auf der gemeinsamen Festveranstaltung des Freundes- und Fördervereins Chemie der Universität Hamburg e.V. und des Fachbereichs Chemie wurde am 1. Juli 2022 der Ingeborg-Gross-Preis für die beste Promotion 2021/22 an Frau Dr. Luana Cardinale aus der Arbeitsgruppe von Herrn Prof. Axel Jacobi von Wangelin für die Dissertation mit dem Titel „Small Molecule Activation through Radical Formation by Visible Light Photoredox Catalysis” verliehen. Der Preis ist mit 2.500 € dotiert.

Luana Cardinale stammt aus Parma, Italien. Sie studierte von 2013 bis 2018 an der Universität Parma Chemie und absolvierte sowohl den Bachelor- als auch den Master-Abschluss mit der jeweiligen Bestnote. In ihrer Masterarbeit widmete sie sich in der Gruppe von Prof. Franca Zanardi organokatalytischen Synthesen von heterocyclischen Bausteinen für Pharmazeutika. Ende 2018 zog es Frau Cardinale nach Hamburg, in der sie in meiner Gruppe auf dem Gebiet der Photokatalyse arbeitete. Durch Aktivierung mit sichtbarem Licht gelangen ihr Entwicklungen neuartiger Synthesen von Dicarbonsäuren, Aminosäuren, Pyrazolen und hochsubstituierten Aromaten. Detaillierte spektroskopische und theoretische Studien lieferten mechanistische Einblicke in die zugrundeliegenden photochemischen Elementarschritte. Sechs Originalveröffentlichungen sind bislang aus ihren überaus erfolgreichen Arbeiten hervorgegangen. Neben ihrer eigenen Forschung war Frau Cardinale zudem eine der beliebtesten Assistent*innen im ISP-Praktikum sowie besonders gefragt für die Betreuung von Forschungspraktikant*innen. Sie gehörte seit 2019 zur sogenannten 0. Kohorte des Graduiertenkollegs „Nanohybride“.

Ihre Dissertation schloss Frau Dr. Cardinale Ende 2021 mit summa cum laude ab. Noch im gleichen Monat startete sie ihren Postdoc-Aufenthalt an der University of Wisconsin (USA) bei Prof. Shannon Stahl.

Foto: UHH / FB-Chemie

v.l.n.r.: Dr. T.Pachmann (Ingeborg-Gross-Stiftung), Dr. Luana Cardinale (Ingeborg-Gross-Preisträgerin 2022), Prof. Dr. Wolfgang Maison (Fachbereich Chemie, Förderverein)