Goethe, Schiller, Bauhaus – und mittendrin 14 Kinder, die selbst zu Dichtern, Entdeckern und Forschern werden. Bei einer Studienreise nach Weimar erlebten besonders begabte Kinder und Jugendliche Geschichte und Kultur hautnah. Die Ingeborg-Gross-Stiftung unterstützte die Reise mit 1.500 Euro.
Organisiert wurde die Sommerreise 2026 von der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind, Regionalverein Ostwestfalen-Lippe. Gemeinsam mit ihren Familien erkundeten die Sechs- bis Dreizehnjährigen eine Woche lang die Stadt. Sie verfassten im Park an der Ilm eigene Naturgedichte, gingen bei einer Stadtrallye auf Spurensuche und experimentierten im Bauhaus-Museum mit Formen und Ideen. Im Haus der Weimarer Republik beschäftigten sie sich damit, was Demokratie ausmacht. Auch die berühmte Herzogin Anna Amalia Bibliothek stand auf dem Programm.
Doch es ging um mehr als spannende Ausflüge und neue Erkenntnisse. Gerade für besonders begabte Kinder ist es nicht immer leicht, Gleichgesinnte zu finden, oft ecken sie an. Beim gemeinsamen Lernen, Spielen und Entdecken konnten sie auf dieser Reise teils zum ersten Mal Kontakte knüpfen und erleben, wie gut es tut, dazuzugehören. Kennenlernspiele, Quizabende und gemeinsame Mahlzeiten ließen aus Mitreisenden eine Gemeinschaft werden.
So wurde Weimar nicht nur zum Lernort, sondern auch zu einem Ort für neue Freundschaften und Selbstvertrauen – Erfahrungen, die weit über die Reise hinausreichen.

