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Zweiter FutureLab Summit der Ingeborg-Gross-Stiftung: Starkes Zeichen für exzellente Forschung

Die Ingeborg-Gross-Stiftung hat mit dem zweiten FutureLab Summit im Kesselhaus Karlsruhe erneut ein starkes Zeichen für exzellente, anwendungsnahe Forschung gesetzt: 65 Teilnehmende aus Chemie, Verfahrenstechnik, Wirtschaft und Recht diskutierten, wie wissenschaftliche Erkenntnisse besser in industrielle Anwendungen und gesellschaftlich relevante Lösungen überführt werden können. „Mit dem FutureLab Summit schaffen wir eine Plattform für Zukunftsideen, in dem Nachwuchsforschende und erfahrene Köpfe gemeinsam an Lösungen für die großen Herausforderungen arbeiten“, betonte Stiftungsvorstand Dr. Thilo Pachmann. „Unser Ziel ist es, Exzellenz in der Forschung zu fördern und gleichzeitig Brücken in die industrielle Anwendung und die Gesellschaft zu schlagen – genau diese Verbindung macht das Format so wertvoll.“ Organisiert wird dieser Forschungsgipfel von der Hamburger Initiative Naturwissenschaft und Technik, zu deren Trägern die Ingeborg-Gross-Stiftung gehört.

Beim ganztägigen FutureLab Summit am 18. Juni 2026 in Karlsruhe brachte die Ingeborg-Gross-Stiftung ihre Stipendiatinnen und Stipendiaten mit hochkarätigen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zusammen. Das historische Kesselhaus diente dabei als Forum für interdisziplinären Austausch – von der Grundlagenforschung in der Chemie bis zu rechtlichen und ökonomischen Fragen der Bioökonomie, der Industrie und des Sports.

Insgesamt 65 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, aktuelle Forschungsprojekte kennenzulernen, gemeinsam weiterzudenken und Kontakte über Fach- und Institutionsgrenzen hinweg zu knüpfen. „Gerade in Zeiten volatiler Märkte, geopolitischer Spannungen und raschen technologischen Wandels brauchen wir Räume, in denen Chemie, Verfahrenstechnik, Wirtschaft und Recht zusammenkommen“, so Stiftungsvorstand Pachmann. „Der Summit zeigt, wie stark unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten diese Zukunft mitgestalten.“

 

Verfügbarkeit von Biomasse in Anbetracht von Konflikten und Klimawandel

Zum Auftakt der Veranstaltung skizziert Professor Enno Bahrs von der Universität Hohenheim in seinem Keynote-Vortrag und anschließendem Gespräch die „Biomasseverfügbarkeiten als Herausforderung für die Chemie“. Dabei beleuchtet er geopolitische Rahmenbedingungen, den Umgang mit fossilen Rohstoffen und die Perspektiven einer nachhaltigen Bioökonomie. Er stellte dar, wie und wo Biomasse global zur Verfügung steht und wie deren Nutzen aussehen könnte. Sein vorläufiges Fazit: Menschen nutzen die global verfügbare Biomasse immer stärker aus, auch weil die Chemiebranche zunehmend auf nachwachsende Rohstoffe setzt und setzen muss, mit starken regionalen Unterschieden und Entwicklungstrends sowie erkennbaren Kapazitätsgrenzen. Laut Bahrs muss verstärkt die Frage geklärt werden, wie lokal die erforderlichen Biomassen angemessen in Menge und Qualität zur Verfügung gestellt werden können – auch in Anbetracht zunehmender geopolitischer Konflikte und dem voranschreitenden Klimawandel.

 

Impulse aus dem FutureLab: Erkenntnisse von fünf Stipendiaten im Fokus

Ein zentrales Element dieses Forschungsgipfels sind die „Impulse aus dem FutureLab“: Stipendiatinnen und Stipendiaten der Ingeborg-Gross-Stiftung stellten ihre aktuellen Forschungsarbeiten vor und zeigten, wie breit das Spektrum der geförderten Projekte ist:

  • Insa Peters von der Deutschen Sporthochschule Köln arbeitet an der Entwicklung eines Organ-on-a-Chip-Systems für die Anti-Doping-Forschung. Mit miniaturisierten Gewebemodellen auf Chips sollen Wirkstoffe realistischer getestet und neue Nachweismethoden für verbotene Substanzen entwickelt werden.
  • Paul Ziegler von der Universität Leipzig untersucht „Fairness als systemprägenden Grundbegriff des Sportrechts“. Seine Forschung zeigt, wie Fairness als juristischer Leitbegriff genutzt werden kann, um Regelsysteme im Profisport, Sanktionen und Verfahren rechtssicher und zugleich ethisch fundiert auszugestalten.
  • Moritz Hilgers von der Universität Hamburg stellt seine Arbeit zur Entwicklung nachhaltiger Tackifier-Harze vor. Ziel ist es, klebtechnische Schlüsselkomponenten auf Basis erneuerbarer Rohstoffe zu entwickeln, die sowohl leistungsfähig als auch ressourcenschonend sind. Eine wichtige Voraussetzung für den nachhaltigen Einsatz in beispielsweise Reifen oder anderen Mehrschicht-Gummisystemen.
  • Saskia Münzner von der TU Bergakademie Freiberg arbeitet an Untersuchungen zur Dehydrokupplung von Hydridosilanen. Ihre Ergebnisse eröffnen neue Wege für effiziente Synthesewege in der Siliciumchemie, die für Hightech-Anwendungen etwa in Elektronik und Materialwissenschaften bedeutsam sind.
  • Jean Louis Beckmann von der Hochschule Hamm-Lippstadt gibt Einblicke in seine „Untersuchung synergistischer Effekte von phosphor- und schwefelhaltigen Verbindungen als Flammschutzadditive“, mit denen Flammschutzmittel sicherer und zugleich nachhaltiger gestaltet werden sollen.

 

Blick nach vorne: Neue Themen für das FutureLab

Weiterer Schwerpunkt des Forschungsgipfels war der intensive Austausch zu neuen Forschungsideen und -ansätzen. In einer Session zu den Themengebieten Chemie und Verfahrenstechnik ging es um Beiträge zum Recycling von Polyolefinen von Professor Manfred Wilhelm (Karlsruher Institut für Technologie), zum nachhaltigen Flammschutz für (Co-)Polymere und Dispersionen von Professorin Sabine Fuchs (Hochschule Hamm-Lippstadt), zu effizienten Flammschutzmitteln für die Imprägnierung in Massivholz von Dr. Arne Schirp (Fraunhofer-Institut für Holzforschung) und zu innovativen Hybrid-Materialien von Professorin Franziska Lissel (TU Hamburg).

Parallel diskutierte eine Vortrags-Session zu den Themengebieten Wirtschaft und Recht die Evaluierung der Produktion von High-Oleic Sunflower Oil in Deutschland als Beitrag zur Bioökonomie von Professor Enno Bahrs und Leopold Vogt (Universität Hohenheim), die Verfolgung Minderjähriger wegen Dopings im Sport zur Notwendigkeit altersgerechter Verfahrensstandards von Professor Gunhild Godenzi und Tvrtko Lijovic (Universität Zürich), „Angewandte Anti-Doping-Forschung: Juristische Fragen analytisch lösen“ von Dr. Matthias Kamber (Manfred-Donike-Institut Köln) sowie Strategic Crisis Management in Enterprises von Laura Ude (Hamburg School of Business Administration).

 

Postersession zu Masterarbeiten und Promotionsthemen stärkt das Netzwerk

Zum Abschluss des Forschungstages bot eine Postersession Raum für vertiefende Gespräche rund um Masterarbeiten und Promotionsthemen der Stipendiatinnen und Stipendiaten. Ein passendes Format, das den Austausch und das Netzwerk zwischen Nachwuchsforschung, etablierter Wissenschaft und Industriepartnern stärkt.

„Der FutureLab Summit zeigt, wie viel Innovationspotenzial entsteht, wenn wir disziplinäre Grenzen bewusst überschreiten“, resümiert Dr. Pachmann. „Diese Dynamik werden wir weiter ausbauen – mit unserem Stipendienprogramm, neuen Themenfeldern und einem Summit, der sich als feste Größe im wissenschaftlichen Kalender etabliert.“

Bildung für sehbehinderte Kinder und Jugendliche in Indien

Die Ingeborg-Gross-Stiftung hat die CIAO KIDS Foundation bei einem Projekt für sehbehinderte Kinder und Jugendliche im indischen Bundesstaat Jharkhand unterstützt. Die Förderung kam einem Wohn- und Ausbildungszentrum von Amar Jyoti Society zugute, in dem derzeit 71 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren leben und lernen.

Das Zentrum begleitet sehbehinderte Kinder und Jugendliche auf ihrem Bildungsweg und stärkt sie in ihrer persönlichen Entwicklung. Die Kinder lernen zunächst in einem geschützten Rahmen Braille und erwerben alltagspraktische Fähigkeiten, bevor sie schrittweise in inklusive Schulen integriert werden. Damit sollen ihnen bessere Perspektiven für weiterführende Bildung und ein eigenständiges Leben eröffnet werden.

Im Zeitraum von April 2025 bis März 2026 wurde unter anderem der Zentrumsalltag ausgebaut – mit einer neu errichteten separaten Küche, in der die Kinder unter Anleitung an einfache Arbeiten wie Gemüse waschen herangeführt werden. Um das Selbstvertrauen zu stärken, die eigene Körperhaltung zu verbessern und ihre Bühnenpräsenz zu fördern, wurden außerdem zwei Kurse zum Thema „Poesie und Bewegung“ unter der Leitung eines erfahrenen Trainers organisiert. Die Kinder erarbeiteten ein zweisprachiges Theaterstück, das sie mehrfach aufführen und jedes Mal verbessern konnten. Auch die sportliche Förderung einiger Mädchen in Cricket, einer in Indien sehr beliebten Sportart, ist Teil des Konzepts.

Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Digitalisierung. Kinder ab Klasse 6 nutzen Computer mit spezieller Sprachausgabe-Software und arbeiten nun auch mit Smartphones, über die sie auf digitale Lehrmittel und Online-Bibliotheken zugreifen können. Das stärkt ihre Selbstständigkeit beim Lernen und eröffnet neue Bildungsperspektiven.

Die Jugendlichen werden über ihre Schulzeit hinaus begleitet. So konnten bereits Einzelne ihren Bildungsweg an weiterführenden Schulen oder Colleges fortsetzen. Besonders erfreulich: Drei sehbehinderte Schülerinnen erreichten nach dem Wechsel an ein College in ihren ersten Prüfungen Spitzenplätze – ein starkes Zeichen dafür, dass Behinderung keinesfalls mit Unfähigkeit gleichzusetzen ist. Das schenkt vielen anderen Kindern Mut und Hoffnung.

Mehr Chancengleichheit dank 1:1-Nachhilfe an der Stadtteilschule Rissen

Die Ingeborg-Gross-Stiftung unterstützt den Schulverein der Stadtteilschule Rissen bei einem Nachhilfe-Projekt. Dabei werden im rotierenden 1:1-System durchschnittlich 20 Schülerinnen und Schüler individuell von Schülern der Oberstufe betreut. Die Unterstützung ist auf die jeweiligen Lernbedürfnisse, das persönliche Lerntempo und konkrete schulische Herausforderungen abgestimmt. Durch ein gut durchdachtes Matching entsteht somit ein geschütztes Lernumfeld, in dem Fragen ohne Angst vor Bloßstellung gestellt und Wissenslücken gezielt aufgearbeitet werden können.

Besonders ist, dass die Nachhilfe nicht von den Eltern finanziert werden muss, sondern über den Schulverein mithilfe von Fördermitteln ermöglicht wird. Auf diese Weise erhalten Kinder und Jugendliche Unterstützung, die ihnen sonst häufig nicht offenstehen würde. Gleichzeitig profitieren auch die beteiligten Oberstufenschülerinnen und -schüler, die für ihre Tätigkeit entlohnt werden und ihre Fähigkeiten verantwortungsvoll für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler einsetzen.

Das Projekt trägt bereits Früchte: Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler verbesserten ihre schulischen Leistungen um mindestens eine Note. Zugleich berichteten sie von mehr Selbstvertrauen und einer besseren Vorbereitung auf Prüfungen. Durch die individuelle Begleitung über einen längeren Zeitraum stärkt das Projekt nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch Eigenverantwortung, Selbstbewusstsein und Bildungschancen.

Mit ihrer Unterstützung trägt die Ingeborg-Gross-Stiftung dazu bei, mehr Chancengleichheit im Bildungsbereich zu schaffen und jungen Menschen Perspektiven für ihren weiteren Weg zu eröffnen.

Bayreuther Studierende bei internationalem Business-Plan-Wettbewerb in Saudi-Arabien

Dank der Unterstützung der Ingeborg-Gross-Stiftung konnten im Januar 2026 insgesamt 16 Studierende der Universität Bayreuth an der International Business Plan Competition (IBPC) auf dem Campus der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) in Saudi-Arabien teilnehmen. Während des zehntägigen Programms arbeiteten sie gemeinsam mit Studierenden aus Hongkong und Saudi-Arabien in international gemischten Teams an innovativen Geschäftsideen zum Leitthema „Energy & Sustainability“.

Die Teilnehmenden erhielten dabei nicht nur wertvolle Einblicke in unternehmerische Fragestellungen, sondern auch in aktuelle Entwicklungen rund um nachhaltige Energie, industrielle Innovationen und Technologietransfer. Zum Programm gehörten Fachvorträge, Workshops und Mentoring-Sessions ebenso wie Besuche der physikalisch-chemischen Labore der KAUST, eines universitätseigenen Recyclingunternehmens und des E-Auto-Herstellers Lucid.

Besonders erfreulich: Eines der Teams mit Bayreuther Beteiligung konnte die Jury überzeugen. Das Gewinnerteam „Future Heat“, zu dem auch zwei Bayreuther Studierende gehörten, präsentierte eine Geschäftsidee zur Speicherung überschüssiger Solarenergie in Form thermischer Energie in Sandsilos für industrielle Prozesswärme.

Für die Studierenden bot die IBPC 2026 damit weit mehr als einen akademischen Wettbewerb. Student Jacob Krüger von der Universität Bayreuth berichtete: „Die IBPC zwingt einen, echten Austausch zu betreiben – über Kulturen, Arbeitsweisen und Fachhintergründe hinweg. Man erhält Feedback zum Pitchen und zu Aspekten des Business Plans, für das im normalen Uni-Alltag keine Zeit wäre. Am besten hat mir gefallen, mit einer Gruppe motivierter und kulturell interessierter Studierender zusammenzuarbeiten und neue Freundschaften zu schließen.“

Im kommenden Jahr wird die Universität Bayreuth die IBPC in Deutschland ausrichten. In diesem Zusammenhang werden auch Unternehmen gesucht, die sich etwa mit Unternehmensbesuchen, Fachvorträgen oder weiteren praxisnahen Beiträgen in das Programm einbringen möchten.

Neues Flutlicht für den SV Neusatz

Die Ingeborg-Gross-Stiftung unterstützt die Sportvereinigung Neusatz e. V. bei der Installation einer neuen Flutlichtanlage auf dem Rasenplatz. Damit verbessern sich die Trainingsbedingungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene deutlich – besonders in den Herbst- und Wintermonaten.

Der ehrenamtlich geführte Fußballverein engagiert sich stark für den Nachwuchs in der Gemeinde und möchte Kinder und Jugendliche nicht nur sportlich fördern, sondern ihnen auch Werte wie Teamfähigkeit und Toleranz vermitteln. „Mit unserem ehrenamtlichen Engagement möchten wir jedem Sportinteressierten, losgelöst von jeglichen Barrieren, die Möglichkeit bieten, unser regelmäßiges sportliches Angebot im Verein wahrzunehmen“, beschreibt der Verein sein Ziel.

Der Wunsch nach einer Flutlichtanlage bestand seit 2006. Nach der Genehmigung im März 2025 wurde sie im Sommer mit großem ehrenamtlichem Einsatz umgesetzt – Anfang Oktober konnte der Platz erstmals beleuchtet werden.

Insgesamt kostete das Projekt rund 86.000 Euro. Neben Eigenmitteln, Spenden und Förderungen des Badischen Sportbundes sowie der Stadt Bühl trug die Unterstützung der Ingeborg-Gross-Stiftung maßgeblich dazu bei, das Projekt zu realisieren.

Dank der neuen Flutlichtanlage kann der Trainingsbetrieb nun deutlich länger stattfinden – und der Fußball in Neusatz auch in den dunkleren Monaten rollen.

Nachwuchsjudoka reisen nach Japan

Ein neues Förderprojekt der Ingeborg-Gross-Stiftung ist die Unterstützung des Hamburger Judo-Verbands seit 2025. Hiervon profitierten Jugendliche in der U15, U18 und U21: „Gerade in einkommensschwachen Familien sind schon die Eigenanteile bei den Wettkampfgebühren eine große zusätzliche Belastung. Umso dankbarer sind wir, dass wir diese Eigenanteile für jugendliche Judo-Talente übernehmen konnten“, sagt Prof. Dr. med. Rainer Ganschow, Vorsitzender des Hamburger Judo-Verbands.

Ein besonderes Highlight war zudem ein zweiwöchiger Trainingsaufenthalt von Jugendlichen in Japan. Dank der direkten Kontakte vor Ort konnten die Nachwuchstalente an drei verschiedenen Universitäten an ihrer Technik feilen. Auch für dieses Trainingscamp konnten die Jugendlichen auf die Förderung der Ingeborg-Gross-Stiftung zurückgreifen.

Match Days 2026: Forschung live im Klassenzimmer

Die Ingeborg-Gross-Stiftung unterstützt erneut die Hamburger Match Days, die im kommenden Jahr bereits zum sechsten Mal stattfinden. In digitalen Konferenzen geben Forschende aus Hamburger Hochschulen und Unternehmen Einblicke in aktuelle Themen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Veranstaltungen werden live in die Hamburger Oberstufen gestreamt und bringen aktuelle Forschung direkt ins Klassenzimmer.

Zwischen dem 21. Januar und 11. Februar 2026 stehen an vier verschiedenen Tagen Zukunftsthemen im Mittelpunkt – von Medizin über nachhaltige Technologien im Hafen bis hin zu Materialien der nächsten Generation und dem Blick auf unseren Planeten aus dem All. Alle Veranstaltungen laufen jeweils von 10.00 bis 14.00 Uhr und richten sich vor allem an Oberstufenschülerinnen und -schüler.

Zusätzlich zum digitalen Programm findet im April 2026 eine Exkursion statt. Dabei erhalten die angehenden Abiturienten an der Helmut-Schmidt-Universität Einblicke in den Einsatz von Drohnen für den Hafen der Zukunft.

Seit 2020 haben bereits über 5.000 Jugendliche an den Match Days teilgenommen und erhielten praxisnahe Einblicke in die Forschung. Doch nicht nur das: Die Match Days tragen dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler frühzeitig mit aktuellen wissenschaftlichen Fragestellungen in Kontakt kommen und Orientierung für eigene Bildungs- und Berufswege erhalten.

Licht für den Sport des VfL Rethwisch

Der VfL Rethwisch e.V. hat die Flutlichtanlage auf seinem Sportplatz modernisiert. Bislang standen dem Verein zwei Rasenplätze zur Verfügung, wobei der Hauptplatz mangels Flutlicht nur bei Tageslicht genutzt werden konnte und der Trainingsbetrieb am Abend vollständig auf den B-Platz ausweichen musste. Die dort vorhandene Halogenanlage war jedoch technisch veraltet und in den Jahren 2021 und 2022 fielen zwei von insgesamt acht Strahlern aus.

Die unzureichende Beleuchtung führte zu eingeschränkten Trainings- und Spielbedingungen und erhöhte das Verletzungsrisiko. Zudem bestand bei jedem am Abend angesetzten Spieltermin die Gefahr einer Spielabsage durch die Schiedsrichter. Dadurch wurde eine Erneuerung dringlich. Doch steigende Energiepreise und die Verzögerung ursprünglich geplanter Fördermittel erschwerten die Umsetzung – die Gesamtprojektkosten erhöhten sich deutlich.

Daraus entstand die Idee, die bestehende Anlage auf moderne und energieeffiziente LED- Technik umzurüsten. Um sofort handlungsfähig zu sein, beschloss die Gemeinde auf der Jahreshauptversammlung im März 2025, die Kosten zunächst vorzustrecken. Der Verein startete daraufhin die Spendenaktion „Licht für unseren Sport“, um den erforderlichen Eigenanteil zu finanzieren und die Belastung für die Mitglieder gering zu halten.

Mit breiter Unterstützung aus der regionalen Gemeinschaft, auch durch die Teilnahme an Seminaren und Veranstaltungen, konnte die neuen LED-Flutlichtanlage installiert werden. „Diese Aktion zeigt eindrucksvoll, was wir gemeinsam bewegen können“, sagt Ronny Bendin, Vorstand des Vereins. Die moderne Technik verbessert die Trainings- und Spielbedingungen deutlich, reduziert den Energieverbrauch und sorgt durch ihre Bauweise für weniger Blendungen sowie Aufhellungen der angrenzenden Grundstücke.

Die Ingeborg-Gross-Stiftung hat die Spendenaktion „Licht für unseren Sport“ – und damit die finale Umsetzung der neuen Lichtanlage – unterstützt. Der Verein konnte seinen Anteil an die Gemeinde inzwischen zurückerstatten.

mint:pink 2025 – 200 Mädchen entdecken die Welt der Naturwissenschaften

Wie entsteht Indigo? Wie starte ich eine Karriere als Ingenieurin? Und was erwartet mich im Chemiestudium? Solche Fragen standen dieses Jahr im Zentrum des Programmes mint:pink. Das Ziel: Mädchen für die Naturwissenschaften begeistern. Rund 200 Schülerinnen waren an vier Tagen unterwegs auf Exkursionen – verteilt auf über 35 MINT-Orte in Hamburg und Umgebung. Dort trafen sie auf forschende Vorbilder, lernten Studiengänge kennen und erhielten Einblick in technische Entwicklungen.

„Besonders gefallen haben mir die experimentellen Dinge in Richtung Chemie. Ich habe in diesem Programm auf jeden Fall gelernt, wie viele unterschiedliche Wege es in den Naturwissenschaften gibt. Außerdem, dass Chemie mich doch deutlich mehr interessiert als ich dachte“, resümierte eine Teilnehmerin.

Einige Teilnehmerinnen und Alumnae trafen sich im September erneut – beim Angebot mint:pink meets. Dort tauschten sie sich aus, knüpften neue Kontakte und sammelten frische Impulse für ihren weiteren Weg. Neu im Programm war auch ein Ferienkurs mit der Universität Hamburg: Im Chemielabor arbeiteten die Schülerinnen eigenständig an Versuchen, stellten Aspirin her, gewannen Farbstoffe und lernten den Alltag eines Chemiestudiums kennen.

Den Abschluss von mint:pink 2025 bildete im Oktober ein Programmtag bei Airbus. Nach einer Werksführung kamen die Teilnehmerinnen beim Speed-Dating mit Ingenieurinnen, Technikerinnen und Forscherinnen ins Gespräch. Deren persönlichen Einblicke zeigten, wie vielfältig MINT-Karrieren verlaufen können – und dass es oft keine geraden Wege braucht, um anzukommen.

Das Programm ist ein Angebot der NAT – Initiative Naturwissenschaft & Technik und wird durch die Unterstützung engagierter Förderpartner, darunter auch der Ingeborg-Gross-Stiftung, ermöglicht. NAT leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass Schülerinnen frühzeitig mit Zukunftstechnologien, Hochschulen und Arbeitgebern in Kontakt kommen – unabhängig von Herkunft oder schulischen Voraussetzungen.

Photo: Claudia Höhne

Otto-Hahn-Gymnasium in Böblingen nutzt iPads für Vertretungsstunden

Mit Unterstützung der Ingeborg-Gross-Stiftung hat das Otto-Hahn-Gymnasium in Böblingen seine digitalen Lernmöglichkeiten ausgebaut. Die angeschafften iPads werden mittlerweile intensiv eingesetzt, vor allem während der Vertretungsstunden in den Fächern Deutsch und Mathematik. Dabei helfen sie gezielt, die Grundlagen zu wiederholen und zu festigen.

Die Schule hat inzwischen zwei zusätzliche iPad-Koffer angeschafft und diese mit neuen Geräten ausgestattet. Sie befinden sich im Multifunktionsraum, sind mit einer Ladeautomatik versehen und jederzeit einsatzbereit. Besonders häufig genutzt werden die Lernplattform „Anton“ sowie das Mathematik-Tool „mathe-battle“.

Für die nächsten Schritte plant das Gymnasium die Anschaffung eines Klassensatzes Headsets, um Sprechübungen im Fremdsprachenunterricht interaktiver zu gestalten. Auch der Einsatz der Leseplattform „frontread“ ist zukünftig eingeplant, um Lesekompetenzen zu fördern.

Durch den regelmäßigen und vielfältigen Einsatz im Unterricht zeigt sich, wie wirkungsvoll digitale Geräte den Schulalltag bereichern können – besonders im Bereich der Grundkompetenzen.